Es ist mal wieder so weit - unsere nächste Reise steht an. Diesmal soll sie uns nicht in ein tropisches Land oder an sonst einen Ort führen, der unserem normalen Reiseverhalten entspricht. Nein, diesmal soll es ein ganz besonderer Urlaub werden. Es geht nämlich in die Kälte. Und wenn wir von Kälte sprechen, dann meinen wir richtige Kälte. Zu erwarten sind Temperaturen zwischen -10 und -30 Grad Celsius. Kein Thema, denn dank der BlackFriday-Week und Simones Kleiderschrank sind wir bestens für den nordischen Winter gewappnet und freuen uns darauf, kurz vor Weihnachten mal so richtig in Weihnachtsstimmung zu kommen. Also los geht's - auf nach Lappland!

Inhaltsverzeichnis

Tag 1: Ankunft in Rovaniemi und Fahrt nach Kittilä

Früh morgens bringt uns Papa zum Flughafen, denn unser Flug über Wien nach Rovaniemi soll bereits um 06:30 Uhr gehen. Also Koffer rein ins Auto (wie nicht anders zu erwarten, habe ich mal wieder eine nächtliche Packaktion gestartet) und auf geht die deutlich verspätete Fahrt zum Flughafen. Der Flug verläuft - oh Wunder - reibungslos und ca. 8 Stunden und einen Zwischenstopp später landen wir auf dem beschaulichen Flughafen von Rovaniemi. Beschaulich ist er wirklich, denn es gibt gerade einmal zwei Gepäckbänder und eine winzige Ankunftshalle, die über einen Gang mit Mietwagenbuden mit der Abflughalle verbunden ist. In eben diesen Gang dürfen wir uns nun neben ettliche anderen Touristen quetschen, um unseren Mietwagen abzuholen (beim Bau des Flughafens hat offensichtlich keiner damit gerechnet, dass Lappland einmal ein so beliebtes Winterreiseziel werden würde). Ein wenig gespannt sind wir schon, denn nach unserem Mexiko-Fiasko mieten wir nun das erste Mal wieder einen Mietwagen über EuropCar. Entgegen unseren Erwartungen verläuft diesmal jedoch alles reibungslos - und das, obwohl wir den Mietwagen eine geschlagene Stunde früher abholen, als eigentlich geplant. Wir bekommen einen VW Taigo, der gerade einmal 13.000 km gelaufen hat und bereits auf dem Parkplatz auf uns wartet. Den Mietwagen fix auf Mängel überprüft und die Koffer schnell verstaut, machen wir uns direkt auf den Weg zu unserer ersten Unterkunft in Kittilä. Bereits auf der Fahrt dorthin und trotz der Dunkelheit fällt uns auf, was für eine Magie Lappland ausstrahlt. Während die Weihnachtsplaylist uns musikalisch auf unseren Urlaub einstimmt, glitzert und funkelt der Schnee draußen auf eine Art und Weise, wie wir es noch nie gesehen haben. Eine Kamera könnte das im Traum nicht einfangen (versucht haben wir es natürlich trotzdem - erfolglos). Kurz vor unserer Ankunft halten wir noch schnell an einem Supermarkt, denn für die erste Unterkunft gilt Selbstverpflegung. Also schnell ein paar Nudeln, Tomatensoße, etwas Sushi und Müsli mit Joghurt eingekauft und dann sind wir auch schon da. Wir kommen vor einer bezaubernden kleinen Hütte zum Stehen. Diese ist geschmückt mit Lichterketten und auf der Veranda flackert Kerzenlicht in kleinen Laternen. Beim Aussteigen aus dem Auto bemerken wir die Stille und Ruhe, die dieser Ort ausstrahlt. Drinnen haben die Vermieter einen Weihnachtsbaum aufgestellt und uns eine Tafel finnischer Schokolade als Willkommensgeschenk hingelegt. Schnell bringen wir unser Gepäck ins Haus - es ist doch echt ganz schön kalt draußen - und richten uns häuslich ein. Bei einem gemütlichen Kaminfeuer und etwas Sushi lassen wir den Tag ausklingen. Hier würden wir uns sicher für die nächsten zwei Nächte wohlfühlen.

Tag 2: Auf den Tee gekommen

Heute heißt es erst einmal ausschlafen, denn der gestrige Tag war zugegeben etwas anstrengend. Zu lange hält es uns dann aber doch nicht im Bett. Uns ist schließlich bewusst, dass wir nur wenige Stunden Tageslicht haben werden, bevor es hier oben im Norden auch schon wieder dunkel wird. Also raus aus den Federn und rein ins Winterwunderland! Es geht doch nichts über einen kleinen Spaziergang vor dem Frühstück. Dieser führt uns vorbei an kleinen süßen Häuschen und der Skilanglaufstrecke, die direkt vor unserer Unterkunft verläuft. Der Schnee knirscht laut unter unseren Füßen, während wir unter schneebedeckten Bäumen entlang laufen und die frostige, klare Luft einatmen. Auf dem Weg nach Kittilä ist uns bereits aufgefallen, dass das Postsystem ein kleines Bisschen anders zu funktionieren scheint, als bei uns. Und so kommen wir an jeder Sackgasseneinfahrt an einer Reihe von Briefkästen vorbei. Auf jeden Fall praktisch für den Postboten! Nach unserem kleinen Spaziergang frühstücken wir erst einmal ganz gemütlich und überlegen dabei, was wir heute unternehmen wollen. Währenddessen beginnt es draußen schon wieder zu dämmern. Bei einer heißen Tasse Tee genießen wir noch etwas das Feuer im Kamin (muss man ja ausnutzen, wenn man schon die Möglichkeit hat) und machen uns dann auf den Weg zum Snow Village, das ca. 50 Minuten von unserer Unterkunft entfernt liegt. Der Weg dorthin verläuft - bis auf eine kleine Straße - ziemlich unbeschwerlich. Als wir jedoch am Snow Village ankommen, stellen wir schnell fest, dass die Fahrt dorthin umsonst war. Dass wir etwas verfrüht dran sind für einen Besuch ist uns zwar bewusst, schließlich öffnet das Snow Village offiziell erst am 25.12., allerdings hängen am heutige Tag überall "Geschlossene Gesellschaft"-Schilder. Im Internet hatten wir gelesen, dass man auch vor dem 25.12. schon Glück haben und etwas sehen kann, aber dem ist dann wohl heute nicht so. Wir entscheiden trotzdem, einmal um den massigen Haufen aus Schnee und Eis herumzulaufen und treffen dabei auf zwei Frauen. Laut deren Aussage sei das Event bereits vorbei. Also entscheiden wir, mit einem leicht unwohlen Gefühl in der Magengrube, einen Blick ins Innere zu werfen. Wir werden nicht enttäuscht. Die Gemälde und Skulpturen aus Schnee und Eis sind absolut beeindruckend und die "Zimmer" sowie die Eisbar verschlagen uns die Sprache. Es ist alles wie in einer anderen Welt. Glücklich darüber, dass die Fahrt doch nicht umsonst war, machen wir uns wieder auf den Heimweg und halten dabei natürlich immer wieder Ausschau nach Nordlichtern. Leider vergebens, denn dazu ist es einfach zu bewölkt. Aber wir stehen ja erst am Anfang unserer Reise und was nicht ist, kann ja noch werden.
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